Wissens- und Technologietransfer einer Verfahrensentwicklung zur Herstellung von Rohstoffen aus hartschaligem Presskuchen für den Einsatz in kosmetischen Produkten

  • Förderprogramm: F&E-Richtlinie des Landes Sachsen-Anhalt, industrielle Forschung (Investitionsbank Sachsen-Anhalt)
  • Laufzeit: 01.10.2020 – 30.06.2021

Ausgangslage:

SanaBio GmbH ist ein mittelständisches Unternehmen und Anbieter von Dienstleistungen, Rohstoffen und Fertigerzeugnissen für Händler, Kosmetik, Lebensmittel und Pharmazeutika. Das Unternehmen agiert weltweit und setzt neue Maßstäbe für nachhaltiges Wirtschaften, Energiemanagement sowie sozialer Verantwortung. SanaBio versteht sich als Bindeglied zwischen landwirtschaftlicher Erzeugung und Produzenten, Händler und Verbraucher. Das Unternehmen ist nicht nur Zulieferer der Industrie und des Handels, sondern auch Hersteller von Fertigerzeugnissen und Vertriebsspezialist. SanaBio ist Spezialist für pflanzliche Roh- und Hilfsstoffe, sowie Fertigerzeugnisse aus kontrolliertet biologischem Anbau.

Zur Rohstoffbasis gehören ätherische Öle, Extrakte, Öle, Fette und Wachse sowie Hilfs- und Zusatzstoffe für die Fertigerzeugnisse in den Bereichen Holz, Naturkosmetik, Lebensmittel, Nahrungsergänzungsmittel und Gesundheit.

Hagebutten, die Früchte der roten Heckenrosen, haben wegen des hohen Gehalts an Vitamin C einen hohen gesundheitlichen Wert. Neben der Nutzung als Lebensmittel wie Marmelade, Tee, Brotaufstrich u. ä. ist das Hagebuttenkernöl, hergestellt aus den Kernen, ein aromatisch duftendes Öl, welches zur Hautbehandlung eingesetzt wird. Bei der Ölgewinnung verbleibt ein Rest an weitgehend entöltem Presskuchen. Dieser wird bisher nicht weiter genutzt, stellt aber noch eine Quelle für weitere ressourcen-effiziente Nutzungen dar.

Ziel:

Ziel und Konzept der SanaBio GmbH ist die Entwicklung eines Verfahrens zur Aufbereitung eines hartschaligen Presskuchens z. B. aus der Hagebuttenkernpressung oder auch anderer hartschaliger Presskuchen verschiedener Beerensorten zu hochwertigen Zusatzstoffen in kosmetischen Produkten. Insbesondere die Eigenschaften („Härte“) der Kerne kombiniert mit den verschiedenen Wirkungen des enthaltenen Öles sollen jetzt in kosmetischen Anwendungen eingesetzt werden und mineralölbasierte Kunststoffe bspw. in Peeling- und Seifen-Erzeugnissen oder auch Zahnpasta, Cremes oder Gelen ersetzen.

Dazu soll das Press- und Reinigungsverfahren hinsichtlich der weiteren Verarbeitung standardisiert werden und geeignete Verfahren zur Zerkleinerung unter begleitender Analyse der Korngröße und -struktur für die Herstellung und den Einsatz eines Peeling-Rohstoffes entwickelt werden.